Bester Fahrradsattel für lange Touren – eine Frage der Person

Es gibt viele Gründe, die dir die Freude an einer Radtour vergällen können. Sollten deine Sitzknochen allerdings durch regelmäßige kurze Ausfahrten mit dem unvermeidlichen Druck vertraut sein und dich dennoch schmerzen, ist der Sattel als Übeltäter rasch ausgemacht. Hapert es nicht an der Breite oder der Form, ist allemal die Satteldecke zu hart oder zu weich. Die Ausrede des dürftigen Angebots zieht nicht. Immerhin muss es mitnichten der blanke Carbonsattel sein, der durch Leichtigkeit glänzt, dafür aber zur Gänze auf die Dämpfung verzichtet. Mit Elastomeren, Polsterungen oder Aussparungen ist den empfindlichen Körperstellen allemal gedient. Ein Kinderspiel ist es dennoch nicht, ein Produkt zu finden, das als bester Fahrradsattel für lange Touren bezeichnet werden kann. Immerhin bestimmt deine ganz persönliche Physiognomie die Wahl des Sattels.

Inhaltsverzeichnis zum Thema: Bester Fahrradsattel für lange Touren

  1. Richtlinien für die besten Fahrradsättel auf langen Touren
  2. Mit diesen Sätteln machen lange Touren Spaß
  3. Sind bei den Sätteln für lange Touren Damen- und Herrenmodelle üblich?
  4. Fahrradsättel für lange Touren ohne richtige Satteleinstellung wertlos
  5. Fazit: So findet der Fitnessbiker den bequemen, sportlichen Sattel für lange Touren

 

Richtlinien für die besten Fahrradsättel auf langen Touren

 

Die Faustformel der Sattelform

Im ersten Moment mutet es absurd an, Fakt ist aber, dass als bester Fahrradsattel für lange Touren nur ein Sattel infrage kommt, der es mit der Polsterung nicht übertreibt. Je länger und sportlicher du unterwegs bist, desto straffer und dünner darf nämlich das Sitzpolster sein. So übertragen die Sitzknochen die Last des Oberkörpers ungeniert auf den Sattel und kommen durch die Nachgiebigkeit der weichen Polsterung zwangsläufig direkt mit dem Sattelgrund in Berührung. Der unliebsame Druck im Schambereich schnürt Blutgefäße und Nerven ab und äußert sich à la longue im berühmt-berüchtigten Taubheitsgefühl.

 

Die Kaufkriterien für Fahrradsättel

Während es dir ein Leichtes ist, die richtige Rahmenhöhe mit der Schrittlänge und den passenden Fahrradhelm mit dem Kopfumfang zu finden, taugt beileibe nicht jeder Sattel für jeden Radfahrer gleichermaßen. Natürlich gibt es auch für einen Fahrradsattel Kriterien, die beim Kauf zu beachten sind. Im Einzelnen sind dies:

  • die Maße
  • das Gewicht
  • die Federung
  • die Verarbeitung
  • der Einstellbereich

Ob sich der Kauf als bester Fahrradsattel für lange Touren entpuppt, wird allerdings erst der Praxistest weisen. Hier zeigt sich, ob das Produkt in der Tat den Erwartungen punkto Form, Komfort, Oberflächenbeschaffenheit und Rutschempfindlichkeit gerecht wird, unerwünschte Reib- und Druckstellen im Schritt oder an den Randbereichen ausbleiben und mit der Stoßdämpfung und Nässeempfindlichkeit alles im grünen Bereich ist.

 

Sitzknochenvermessung: Die Sattelbreite als Maß aller Dinge

„Mehr Leistung durch weniger Schmerz“ lautet das Motto des Fahrradherstellers SQlab. Bereits 2002 hat das Unternehmen eine Methode zur Ermittlung der optimalen Sattelbreite durch schlichte Vermessung der Sitzknochen vorgestellt. Nicht von ungefähr. Ein zu schmaler Sattel drückt nämlich just dort, wo es empfindlich schmerzt: im Dammbereich des Mannes und am Schambeinbogen der Frau. Passt hingegen die Sattelbreite, liegen die Sitzknochen auf dem Sattel zur Gänze auf, womit dieser gute Chancen hat, nächstens als bester Fahrradsattel für lange Touren Schlagzeilen zu machen.

Nicht genug damit. Das kostenlose „Family & Friends ‚Vermiss mich‘ Set“ von SQlab erlaubt gar die bequeme Sitzknochenvermessung im trauten Heim. In vier einfachen Schritten ist die Sache erledigt.

 

1. Schritt: Leg die Messpappe auf einen Hocker, setz dich mit geradem Rücken drauf und sorg mit den Händen für einen angemessenen Druck des Körpers auf die Messmappe. Die Füße sollten dabei so abgestellt sein, dass sie leicht erhöht sind.

2. Schritt: Miss mit der Messlehre den Abstand der Sitzknochenabdrücke auf der Messpappe. Maßgabe für die Messung sind hier die Mittelpunkte der Abdrücke.

3. Schritt: Addiere den Wert deiner bevorzugten Sitzposition beim Radfahren zum ermittelten Sitzknochenabstand. Für einen sportlichen Fitnessbiker wie dich kommen dabei drei Sitzpositionen infrage. Für die klassische, gestreckte Triathlon-Position fällt der Zusatzwert flach. Liegt der Lenker indes tiefer als der Sattel wie beim sehr sportlichen MTB oder Rennrad in Unterlenkerhaltung muss 1 cm addiert werden. Befinden sich Lenker und Sattel hinwiederum auf gleicher Höhe wie beim MTB, dem Rennrad in Oberlenkerhaltung oder dem sportlichen Trekkingrad, bedarf es einer Zugabe von 2 cm.

4. Schritt: Finde den passenden Sattel mit der richtigen Breite auf der Rückseite der Messlehre.

Beim Fitnessbike sind Breiten von 12 bis 18 cm üblich, wobei die Sattelbreite wohlgemerkt aber stets ein Maß für die effektiv nutzbare Sitzfläche ist.

 

Mit diesen Sätteln machen lange Touren Spaß

 

Trekkingsattel: Komfort und Ergonomie gepaart mit Sportlichkeit

Gemessen am Mountainbike ist der Sattel fürs Trekkingrad eine Spur breiter. Bedingt durch die aufrechtere Sitzposition lastet auf dem Gesäß mehr Gewicht, weshalb ein Trekkingsattel stärker gepolstert ist. Gleich dem MTB-Sattel bedarf es aber zur Druckreduktion im Dammbereich eines Sattels mit einem Entlastungskanal in der Mitte oder eines Stufensattels. Um freilich als bester Fahrradsattel für lange Touren betrachtet zu werden, muss ein Trekkingsattel schon wenigstens mit einer Elastomer-Dämpfung, einem Air-System, einer geschlechtsneutralen Anatomie und einem Adapter zur Befestigung an Kerzen-Sattelstützen daherkommen.

Vorteile

  • ergonomischer Aufbau
  • Sitzkomfort und Freiraum
  • anatomische Aussparung
  • passable Dämpfung
  • rutschfeste Oberfläche

Nachteile

  • hoher Preis
  • großes Gewicht
  • lange Einfahrzeit
  • harte Polsterung
  • keine Möglichkeit für Satteltasche

 

Beispiel Sattel Brooks B17*

 

Tourensattel: Fürs sportive Tourenrad ebenso geeignet wie fürs Fitnessbike oder E-Bike

Mit der leicht gebeugten Haltung verlagert sich die Belastung naturgemäß von den Sitzknochen aufs Schambein. Der Tourensattel fällt drum regelmäßig schmäler aus. Die geringere Polsterung bürgt im Verein mit einer ergonomischen Ausführung für einen besseren Halt des Radfahrers. Gleichzeitig sorgt die elastische Sattelschale für eine gleichmäßige Verteilung deines Körpergewichts auf die Sitzfläche. In dieser sportlichen Variante ist der Tourensattel durchaus auch eine Option fürs Fitnessbike oder E-Bike und ist allein von daher auf dem besten Weg, als bester Fahrradsattel für lange Touren Triumphe zu feiern. Die Vorteile eines Modells aus der SFC3-Serie können sich jedenfalls sehen lassen. Unmut macht sich vielmehr erst breit, wenn von der sportlichen auf die komfortable Form des Tourensattels gewechselt wird.

Vorteile (sportliche Variante)

  • großflächige Druckverteilung
  • Sitzfläche für jede Sitzposition
  • keine Beschwerden durch wirksamen Entlastungskanal
  • geringe Reibung durch Silikon-Gleitflanken
  • große Beinfreiheit durch schmal geschnittene Nase

Nachteile (komfortable Variante)

  • Opa-Look
  • keine Möglichkeit für normale Regenhaube durch Riesensattel
  • zu harte Polsterung
  • mitunter leichtes Quietschen und Knarren

 

Beispiel Sattel Ergon SM Pro*

 

 

Ledersattel: Auf Langstrecken besser als ein Kunststoffsattel

Auf den ersten Blick scheint dem Ledersattel das Nachsehen zu bleiben und alles für den Kunststoffsattel zu sprechen. Immerhin ist der Kunststoffsattel um ein Bedeutendes leichter und in der Anschaffung wesentlich günstiger. Er trotzt den Unbilden der Witterung wie kein Zweiter, indem ihm Feuchtigkeit und Regen nichts anhaben können. Speziell als Langstreckenfahrer bist du dennoch mit einem Ledersattel bestens bedient. Ist er nämlich erst einmal eingefahren, bekommt er deinem Allerwertesten bestens und fügt sich nach anfänglichem Widerstand den Anforderungen der Sitzknochen. Er besticht durch eine extreme Atmungsaktivität, die für ein vorzügliches Sitzklima sorgt. Und ihn zeichnet, entsprechende Pflege vorausgesetzt, eine überaus lange Haltbarkeit aus. Natürlich ist es nicht jedermanns Sache, sich zweimal jährlich mit dem Lederfett in Szene zu setzen, um den Auflagen der Pflege zu genügen. Selbst die unabdingbare Anschaffung einer Regenschutzhaube, falls du über keinen Abstellraum für dein Rad verfügst, ändert nichts daran, dass sich als bester Fahrradsattel für lange Touren ein Sattel aus Leder entpuppt. Spätestens bei großer Hitze wirst du dich dieser Zeilen erinnern, nachdem die dünne Lederhaut für eine rasche Wärmeabgabe bürgt und der Sattel von daher kaum aufheizt.

Vorteile

  • komfortabel
  • atmungsaktiv
  • wärmeableitend
  • lang haltbar

Nachteile

  • schwer
  • teuer
  • witterungsanfällig
  • pflegebedürftig

 

Gelsattel: Selbst für Radrennfahrer eine Option

Natürlich dreht sich im Radrennsport alles ums Gewicht. Der Leichtbau gibt den Ton an, weshalb regelmäßig Karbonschalen und Titangestelle bei Rennradsätteln Verwendung finden, die ohne Federung und Polsterung auskommen. Die Sitzpolster der Fahrradhosen müssen für den Fahrkomfort genügen. Nichtsdestotrotz zeigen die jüngsten Vergleichstests, dass die besten Rennradsättel über eine Perfect-Fit-Polsterung, eine Polsterung aus Naturkautschuk oder eine Gel-Polsterung mit stufenförmigem Sitzpolster verfügen. Daraus erhellt, dass allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz die Polsterung auch oder gerade auf der Langstrecke ihre Berechtigung hat. Nicht von ungefähr. Punkto Komfort vermag einem Gelsattel nämlich kein anderer Sattel etwas vorzumachen, womit er noch allemal gute Chancen hat, als bester Fahrradsattel für lange Touren die Konkurrenz auf die Plätze zu verweisen. Hautabschürfungen gehören mit ihm jedenfalls ebenso der Vergangenheit an wie schmerzhafte Druckstellen. Er ist witterungsbeständig und nicht über die Maßen schwer. Erst bei längerem Gebrauch und entsprechender Aufweichung des Materials schreien Druck- und Scheuerstellen nach einer Neuanschaffung.

Vorteile

  • Fahrkomfort
  • Schmerzfreiheit
  • Witterungsbeständigkeit

Nachteile

  • Aufweichung des Materials
  • kein Hingucker

 

Beispiel Sattel Ergon SMC4 Sportgel*

 

Sind bei den Sätteln für lange Touren Damen- und Herrenmodelle üblich?

 

Die Anatomie: Unterschiedliche Sitzbedürfnisse

Die Sache ist schlicht die: In einer normalen Sitzposition lagert dein Körpergewicht auf den Sitzknochen. Über diese Fähigkeit, den Druck aufzunehmen, sollten die Sitzknochen ebenso beim Radfahren verfügen. Die Crux ist bloß, dass sich bei einer sportlichen Sitzposition der Druck deines Körpergewichts nach vorn verlagert. Dadurch sieht sich einesteils der Schambeinbogen, andernteils der Damm, sprich jener Bereich zwischen Anus und Hodensack respektive hinterem Schamspaltenwinkel, einer unbotmäßigen Belastung ausgesetzt. In beiden Fällen bedarf es der Abhilfe durch einen angemessenen Fahrradsattel. Mann und Frau unterscheiden sich allerdings dadurch, dass beim Mann für gewöhnlich der Dammbereich empfindlicher ist, während bei der Frau der Schambeinbogen das Problem darstellt. Nachdem dieser bei ihr tiefer liegt, kriegt sie verstärkt den Druck der Sattelnase zu spüren.

 

Die Wahl: Nicht zwingend ein Unisexmodell

Idealiter schlägt ein Unisexmodell zwei Fliegen mit einer Klappe. So erübrigt sich beim SQlab-Stufensattel die Notwendigkeit, das Becken nach oben zu drücken. Die tiefer liegende Sattelnase räumt mit den schmerzenden Druckstellen im Dammbereich und am Schambeinbogen auf. Ist das Unisexmodell als bester Fahrradsattel für lange Touren keine Option, tust du als Frau gut daran, es mit einem breiten Gelsattel zu versuchen. Mit einem breiteren Sattel kokettierst du aber ebenso als Mann, zumal ein zu schmaler Sattel in der Regel die Ursache für die Schmerzen im Dammbereich ist.

 

Fahrradsättel für lange Touren ohne richtige Satteleinstellung wertlos

Als bester Fahrradsattel für lange Touren qualifiziert sich unter Garantie nicht jener, der falsch eingestellt ist. Wenn du auf eine optimale Körperhaltung, einen geringen Kraftaufwand und den höchsten Fahrkomfort aus bist, nimmst du dir die Zeit, Sattelhöhe, Sattelversatz und Sattelneigung richtig zu justieren.

 

Sattelhöhe einstellen

Selbstredend ist es kein Leichtes, sich schlechter Gewohnheiten zu entledigen. Was dir allerdings in der Kindheit zum Vorteil gereicht hat, verkehrt sich im Erwachsenenalter ins schiere Gegenteil: ein zu niedriger Sattel. Ein Kind schreit naturgemäß nach Sicherheit und will in der Lehr- und Lernphase des Radfahrens mit beiden Beinen den Boden unter sich spüren. Bleibt es jedoch bei der zu geringen Sattelhöhe, ist auf Dauer die Überlastung deiner Knie die unmittelbare Folge. Bei einem zu hohen Sattel hinwiederum rutschst du auf dem Sattel unweigerlich hin und her. Dies ist umso bedauerlicher, als sich mit wenigen Handgriffen die Sattelhöhe einstellen lässt.

 

1. Schritt: Setz dich aufs Fahrrad, stütz dich an der Wand ab und platzier beide Fuße auf den Pedalen.

2. Schritt: Bring die Pedale in die 6-Uhr- und 12-Uhr-Position und sieh zu, dass das Bein auf dem Pedal ganz unten (6-Uhr-Position) mit der Ferse aufliegt und komplett ausgestreckt ist.

3. Schritt: Erhöhe die Sattelposition bei einem zu stark gebeugten Bein, reduziere die Sattelhöhe hingegen, falls du das Pedal lediglich mit der Fußspitze erreichst.

 

Zu kompliziert? Keine Sorge, es geht auch einfacher. Der Wissenschaft sei Dank. Die Methode nennt sich 109-Prozent-Prinzip und besagt schlicht und einfach, dass 109 Prozent der Schritthöhe die effizienteste Sattelhöhe ergeben. Damit dürfte dein Sattel die in ihn gesetzten Erwartungen als bester Fahrradsattel für lange Touren nicht enttäuschen. Zu beachten gilt es lediglich, dass sich die resultierende Sattelhöhe auf den Abstand zwischen der Oberseite des Sattels und dem parallel zum Sattelrohr durchgedrückten Pedal bezieht.

 

Sattelversatz einstellen

Während nun die Hebelwirkung beim Pedalieren ein Ausfluss der Sattelhöhe ist, entscheidet der Sattelversatz über die Ausgeglichenheit deines Körpers bei der Kraftübertragung. Heißt auf gut Deutsch gesagt: Fahrkomfort und Effektivität hängen maßgeblich davon ab, wie weit du deinen Sattel gemessen an der Sattelstütze nach hinten oder nach vorn rückst. Liegt dein Sattel zu weit hinten, erreichst du den Lenker um ein Bedeutendes schwerer. Rücken- und Nackenschmerzen, ja gar Muskelverzerrungen sind die Folge. Vice versa steht keine effiziente Hebelwirkung bei der Bedienung der Pedale zu erwarten, wenn sich dein Sattel zu weit vorn befindet. Damit dein Sattel also wirklich als bester Fahrradsattel für lange Touren durchgeht, bedarf es einer Positionierung 5 bis 6 cm hinter der Tretlagerachse. Praktisch überprüfen kannst du den korrekten Sattelversatz, indem du einfach hergehst und den Ellbogen auf die Sattelnase legst. Berühren die Fingerspitzen gerade den Lenker, ist alles im grünen Bereich.

 

Sattelneigung einstellen

Auch wenn die holde Weiblichkeit nicht selten einer leichten Abwärtsneigung das Wort redet und sich die Herren der Schöpfung für eine kleine Aufwärtsneigung aussprechen, solltest du den Sattel generell horizontal ausrichten. Bester Fahrradsattel für lange Touren kann nämlich nur jener sein, der mit einem möglichst geringen Kraftaufwand bei höchstem Fahrkomfort aufwartet. So strapazierst du zwangsläufig Schultern, Arme und Hände, wenn du dich durch die Abwärtsneigung am Lenker abstützen musst, um dich angemessen im Sattel zu halten. Die Aufwärtsneigung wirst du hingegen im Schritt zu spüren bekommen.

 

Fazit: So findet der Fitnessbiker den bequemen, sportlichen Sattel für lange Touren

 

Fachhandel mit geschultem Personal

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom, endlich aber stehen mit dem simplen Gang in den Fachhandel die Chancen gut, keinem Irrtum zu erliegen und ein auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Produkt zu erhalten. Ob dieses wirklich als bester Fahrradsattel für lange Touren bezeichnet werden kann, bleibt dahingestellt. Das geschulte Personal wird sich allerdings nicht dazu hinreißen lassen, mit einem biederen Bestseller vorschnelle Entscheidungen herbeizuführen. Ob sich ein Fahrradsattel nämlich gut oder schlecht verkauft, ist für deine individuellen Anforderungen völlig belanglos. Hinzu kommt, dass die Sitzknochenvermessung samt der Auswahl eines darauf abgestimmten Sattelmodells mit einem ergonomisch geschulten Personal um ein Bedeutendes leichter fällt.

 

Probefahrt mit Testsätteln

Ob sich dein Kauf als bester Fahrradsattel für lange Touren entpuppt, wird die Zeit weisen. Eine komplette Fehlentscheidung schließt du allerdings von vornherein aus, wenn du vom Angebot vieler Händler Gebrauch machst und dich mit einem Testsattel auf dein Rad schwingst. Devise: Probieren geht über Studieren. Und sollte ungeachtet aller Überlegungen und Prüfungen im Vorfeld dein Hintern auf den ersten Touren schmerzen, mag dir ein kleiner Trost die Tatsache sein, dass selbst Weltklasseprofis nach längerer Trainingspause ihren Allerwertesten unliebsam zu spüren kriegen.

 

Text by Texbroker.de